Nimmerland (AT) – Kurzspielfilm

„Wenn Märchen nicht genügen, um die Wahrheit schön zu
erzählen.“

S y n o p S i S
Der Film Nimmerland erzählt die Geschichte der 16-jährigen Wendy aus Sicht ihrer 6-jährigen Schwester Ella. Beide, von Wendys Freund unter falschen Versprechen von zu Hause weggelockt, werden in der „Wohnung seiner Eltern“ festgehalten.
Wendy, in den „Verrichtungsräumen“ des Clans zur Prostitution gezwungen, erzählt Ella die Geschichte von Peter Pan, um die Erlebnisse für sie zu deuten und sie vor dem Trauma zu schützen. Als die Zustände unerträglich werden, wagen sie den Ausbruch und begeben sich auf die ungewisse Reise nach Nimmerland. 

Making of – Eindrücke vom Set

Making-of Video der Dreharbeiten zu Nimmerland

Motivation

Allein im Jahr 2017, spricht der Bundeslagebericht „Menschenhandel und Ausbeutung“ von 489 erfassten Opfern sexueller Ausbeutung in Deutschland; die Dunkelziffer überragt diese Zahl um ein Vielfaches. Nach der allgemeinen Vorstellung stammen die betroffenen Frauen dabei hauptsächlich aus dem osteuropäischen und nordafrikanischen Raum und werden durch Versprechungen zu Jobs, guten Gehältern und einem Auskommen für die zurückgelassenen Familien, nach Deutschland gelockt. Für uns schockierend: in ca. 20% der erfassten Fälle besitzen die Opfer eine deutsche Staatsangehörigkeit. Trotz des allgemeinen Glaubens an soziale Sicherungsmechanismen und aktive Prävention, werden also bis dato auch deutsche Frauen, unterdrückt durch emotionale Abhängigkeit oder die Androhung von Gewalt gegen sie selbst und ihre Familien, in menschenunwürdige Ausbeutungsverhältnisse gezwungen.

Obgleich wir in der Recherche zu unserem Film vielen Aspekten individueller sozialer Konstellationen und Schwachstellen, kindlicher Wahrnehmung, verhaltenspsychologischer Schutzmechanismen, sowie potenzieller Druckmittel gebührenden Raum eingeräumt haben, möchten wir allen anderen Aussagen eine vorwegstellen:

„Zwangsprostitution gibt es auch in Deutschland. Auch an deutschen Frauen. Auch im 21. Jahrhundert.“

Regie & Drehbuch – Constantin Weber:

Insbesondere von den Fragen nach Sinn und Struktur des sozialen Handelns und Zusammenlebens angetrieben, studierte Constantin Weber in Regensburg Soziologie, Pädagogik und Gender Studies. Erfahrung als Produktionsassistent bei: „Goldaudio Studios“, „Polizeiruf 110: Wie ist die Welt so stille“, „Laute Schatten“ oder „Ekkelins Knecht“ .
Seit 2011 betreut er an der Universität Regensburg das TF-Medienstudio und unterrichtet als Lehrbeauftragter.
Für sein Projekt „Waldsterben“ wurde er bei den Grenzland-Filmtagen Selb für den „Besten Mittellangen Spielfilm“ ausgezeichnet.

Produktion & Kamera – Wolfgang Himmler

Physik-Doktorand, freischaffender Kameramann und Filmproduzent für Image-, Werbe- und Kurz – filme. In seiner knapp 10 jährigen Erfahrung im Bereich der visuellen Medienproduktion, produziert er erfolgreich für mittelständische Unternehmen, gemeinnützige Vereine und öffentliche Einrichtungen.
Seine zunächst autodidaktische Ausbildung wird durch Drehs in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Fachakademien sowie diverse Workshops vertieft. Neben Auftragsproduktionen zählen inzwischen auch preisgekrönte (Filmschool Festival München, Bayerisches Jugendfilmfestival) Kurzfilme zu seinem Portfolio.

Komposition – Johannes Lang

Johannes Lang ist Filmkomponist aus München und komponiert bereits seit mehreren Jahren Musik für Filme, Dokumentationen und zahlreiche weitere Medienformate. Dazu zählen sowohl nationale als auch internationale Kurzfilme, Fernsehproduktionen (u.a. Geschichte zum Mitnehmen (ARDalpha), Der Staatsfeind (Sat1)) sowie die Komposition des aktuellen Sound-Logos für den Sender 3Sat. Bereits im Jahr 2018 arbeitete er mit Regisseur Constantin Weber an dem Kurzfilm Waldsterben zusammen und schrieb hierfür ebenfalls die Filmmusik.

Hauptrollen

Philipp Quest als Peter

Festes Ensemblemitglied am Theater Regensburg. Bereits u. a. in Dominik Grafs Fernsehfilm „Das Gelübde“ zu sehen. Mehr Informationen hier.

Christina H. als Ella.

Schülerin und Nachwuchsschauspielerin.

Olivia Burkhart als Ella

Darstellerin in Kino- und Fernsehfilmen und Serien, u.a. bekannt aus den Serien Skylines, True Demon und Unter uns. Mehr über Olivia hier.

Guido Wachter als Familienvater

Festes Ensemblemitglied am Theater Regensburg. U.a. zu sehen in “vor Sonnenaufgang” und “wer hat Angst vorm weißen Mann”. Mehr Informationen hier.

Haben Sie Fragen oder möchten uns unterstützen?

Mail: nimmerland@obdafilm.de
Mobil: +49 162/4247947

Unsere Produktionsmappe mit ausführlichen Informationen stellen wir gerne auf Anfrage zur Verfügung.

Wir bedanken uns bei unseren Förderern und Unterstützern!